Bevor du misst, musst du den Prozess sauber abgrenzen – sonst arbeitest du am falschen Prozess. SIPOC (Supplier · Input · Process · Output · Customer) findet aus der Vogelperspektive die Schritte, in denen du die Ursachen des Fehlers (das große Y) vermutest. Die Kunst ist die richtige Flughöhe. Wähl ein Fallbeispiel und arbeite dich durch die neun Phasen – am Ende steht dein fertiges SIPOC-Diagramm.
Die häufigste Rückfrage im Kurs. Hier die Antwort an konkreten Situationen aus dem Arbeitsalltag.
SIPOC ist kein Diagramm für die Ablage. Es ist das Werkzeug für den Moment, in dem du einen Prozess verbessern sollst, aber noch nicht genau weißt, worüber alle eigentlich reden. In 60–90 Minuten schafft es eine gemeinsame Landkarte – bevor jemand anfängt zu messen oder zu lösen.
Im Six-Sigma-Ablauf steckt SIPOC in der Define-Phase – vor Measure. Es ist das erste, was man tut, und dauert selten länger als einen halben Tag.
Fünf Spalten, ein Prozess in der Mitte. Gelesen wird von außen nach innen – aber gefüllt von innen nach außen.
Lieferant: Wer liefert die Inputs? Eine Abteilung, ein System, eine Person.
Was fließt in den Prozess hinein und wird verbraucht oder verarbeitet?
Die abgegrenzten Schritte – 4 bis 7, in denen du die Ursachen vermutest.
Was kommt heraus? Auch Nebenprodukte: Doku, Feedback, Metriken.
Kunde: Wer empfängt die Outputs? Auch interne Empfänger zählen.
Ziel ist kein perfektes Ablaufdiagramm, sondern den Gesamtprozess abzugrenzen, in dem die Ursachen für das große Y stecken. Jeder Output braucht einen Kunden, jeder Input einen Lieferanten. Der Bezug dahinter: Y = f(x) – das Ergebnis ist eine Funktion der Prozessschritte.
Neun Phasen. Links steht, was zu tun ist und warum – rechts/unten füllst du das Tool aus. Alle Felder sind editierbar.
Baut sich live aus deinen Eingaben auf. Gestrichelte Karten sind die per Vorgänger/Nachfolger-Trick gewonnenen Schnittstellen.
| SSupplierLieferant | IInputEingabe | PProcessProzess (Scope) | OOutputErgebnis | CCustomerKunde |
|---|---|---|---|---|
Prüfung gegen die Qualitätskriterien – und was als Nächstes zu tun ist.
Die eigentliche Lernarbeit – nach dem Ausfüllen.
Die meisten Teams ändern zwischen Phase 2 und Phase 4 mindestens einmal die Granularität. War das bei dir auch so – und was hat dich dazu veranlasst: eine Team-Aussage, das Auswählen des Scopes oder die Definition der Inputs/Outputs?
Mindestens drei Aussagen zeigen auf Ursachen außerhalb deines Scopes (z. B. Code-Review oder Hardware-Beschaffung). Welche waren das – und brauchst du eigentlich zwei, drei parallele SIPOCs oder reicht eines mit klar markierten Schnittstellen?
Angenommen, das eigentliche Problem wäre nicht die Zeit, sondern die Zufriedenheit nach 90 Tagen: Welche Schritte fielen weg, welche kämen dazu? Die Übung zeigt, wie eng das Y und der Prozess verknüpft sind.
Von der Grundfrage »wozu« bis zu den Feinheiten der Abgrenzung.
SIPOC grenzt den Prozess ab, bevor gemessen und verbessert wird. Hier die wichtigsten Begriffe in einfachen Worten:
Diese HTML-Datei ist dein Dokument. Alles, was du einträgst, landet beim Speichern in genau dieser Datei – so wie bei einem Word-Dokument. Gibst du die Datei weiter, sind alle SIPOCs darin enthalten.
Speichern (grüner Knopf oder Strg+S) sichert den aktuellen Stand – ohne jede Nachfrage. Solange noch keine eigene Arbeitsdatei angelegt ist, liegt der Stand im Browser und ist beim nächsten Öffnen wieder da.
Speichern unter (unter »SIPOCs«) legt eine Datei auf deiner Festplatte an. Das ist der einzige Ort, an dem du gefragt wirst, wohin gespeichert werden soll. Danach schreibt jedes weitere Speichern still in genau diese Datei.
Beim ersten Mal: Öffne die Datei, klicke auf »SIPOCs« und dann auf Speichern unter. Ab da genügt der grüne Knopf.
Automatisch gespeichert: Sobald eine SIPOC einmal gespeichert ist, sichert das Tool jede weitere Änderung nach wenigen Sekunden von allein.
Falls einmal etwas schiefgeht: Das Tool legt laufend einen Zwischenstand im Browser ab. Stürzt der Browser ab oder schließt du das Fenster versehentlich, ist deine Arbeit beim nächsten Öffnen wieder da.
Hinweis zu Browsern: Das direkte Schreiben in die Datei können derzeit Chrome und Edge. In Firefox und Safari bleibt alles im Browser gespeichert – die Datei selbst bleibt dann unverändert.