CTQ („Critical to Quality“ – kritisch für die Qualität) übersetzt vage, qualitative Kundenwünsche in spezifische, messbare Anforderungen. Der CTQ-Baum führt vom Bedürfnis über Qualitätstreiber und Leistungsanforderungen zum messbaren Merkmal (CTQ). Getrennt davon legt die Übersetzungsmatrix je CTQ die Spezifikation fest: Messmethode, Zielwert, Grenzen und Fehlerdefinition.
Vom vagen O-Ton über das Kernproblem zur konkreten, messbaren Anforderung.
Bedürfnis → Qualitätstreiber → Leistungsanforderungen → CTQs (messbare Merkmale mit Einheit). Jede Ebene verzweigt 1:N – eine Anforderung kann mehrere CTQs haben. Die Grenzwerte folgen getrennt in Abschnitt 3.
Hier – und nur hier – stehen die Grenzwerte. Je CTQ: Messmethode, Zielwert, Spezifikationsgrenzen und die daraus folgende Fehlerdefinition.
CTQ ≠ Grenzwert: Das CTQ ist das Merkmal. Ziel und Grenzen sind seine Spezifikation – sie können sich ändern, das Merkmal bleibt. USG = untere, OSG = obere Spezifikationsgrenze (engl. LSL/USL). Ein Feld leer lassen = einseitige Spezifikation.
Hilft bei Abschnitt 3: Für ein CTQ aus der Matrix zeigen Kundendaten, ab welchem Wert die Zufriedenheit abfällt. Dort gehört die Grenze hin – per Klick in die Matrix übernehmbar.
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CTQ („Critical to Quality“ – kritisch für die Qualität) ist eine Methode aus dem strategischen Qualitätsmanagement, die in der Definitionsphase eines Six-Sigma-Projekts eingesetzt wird. Ziel: die Kundenstimme – also vage, qualitative Wünsche – in spezifische, messbare Leistungsanforderungen übersetzen.
Er gibt einen Überblick von der Kundenstimme bis zu den detaillierten CTQs und besteht aus vier Abschnitten: Bedürfnisse (kritische Kundenbedürfnisse), Qualitätstreiber (was das Bedürfnis erfüllt), Leistungsanforderungen (konkrete Anforderungen je Treiber) und CTQs (das messbare Merkmal je Anforderung, mit Einheit).
Für jedes CTQ wird anschließend die Spezifikation festgelegt: wie gemessen wird (operationale Definition), welcher Zielwert angestrebt wird und wo die Spezifikationsgrenzen liegen – einseitig (z. B. Wartezeit höchstens 5 Minuten: nur OSG) oder zweiseitig (z. B. Raumtemperatur zwischen 19 und 24 °C: USG und OSG). Daraus folgt, was als Fehler zählt.
Merke: Das CTQ ist das Merkmal (»Wartezeit bis zur Bedienung«), die Grenze ist seine Spezifikation (»höchstens 5 Minuten«). Die Kurzform »Wartezeit < 5 min« ist als Merksatz in Ordnung – in der Arbeitsunterlage werden beide getrennt geführt.
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